Orchester-Informationen zu SARS-COV-2

Der Spielbetrieb (Satz- und Orchesterproben, Auftritte und Einzelunterricht) des Ostsee-Orchesters wurde auf Grund der COVID-19-Maßnahmen seit dem 15.03.2020 komplett gestoppt. Nun gilt es den Zeitpunkt, den Umfang und die dazu notwendigen Maßnahmen für eine Wieder-Aufnahme des Spielbetriebes (differenzierter als den STOPP) vorzubereiten. Diese Seite soll Informationen, Ideen und Diskussionsansätze (für angemeldete Benutzer) dazu aufzeigen. Mitglieder können sich durch Kommentare beteiligen, die von der Website-Administration frei gegeben werden.


Stand 18.05.2020: Im §12 der aktuellen Landesverordnung vom 18.05.2020 heißt es „Sämtliche außerschulischen Bildungsangebote können wieder ausgeübt werden … unter Einschränkung … eines Hygienekonzeptes nach §4 (1)“.

Demnach könnten wir mit einem eigenen Hygienekonzept1 den Orchester-Betrieb wieder aufnehmen, doch …

Während die meisten Musikschulen solche Hygiene-Konzepte durch Handlungsempfehlungen in eigenen Räumen selbst durchsetzen können, ist das Ostsee-Orchester hier von den Räumlichkeiten der Grundschule Surendorf abhängig. Die Schulleitung hat Hygienemaßnahmen in den Schulräumen für den Schulbetrieb vorgesehen, die die Aktionen des Ostsee-Orchesters NICHT mit brücksichtigt und hat deshalb diese Aktionen untersagt. Nun bleiben folgende Möglichkeiten:

  • Satz-, Orchesterproben und Einzelunterricht in den Schulräumen sind (derzeit) untersagt
  • Treffen vor den Sommerferien (Vorbereitungen notwendig)
    Diese Aktion soll den Orchester-Zusammenhalt fördern und NICHT einen laufenden Spielbetrieb wieder herstellen, der für die Zeit nach den Sommerferien angestrebt wird. Dazu muß eine Örtlichkeit (wie bspw. der Schulhof im Freien) ggf. mit Stühlen und unter Einhaltung der Hygiene und der Kontaktbeschränkungen gefunden werden. Das Interesse der Orchester-Mitglieder hierzu wird gesondert ermittelt.
  • Weitere Gespräche mit der Schulleitung (mittelfristige Planung)
    Das Orchester hatte bereits die Einzel-Unterrichtsmaßnahme Nr. 4. „Unterlagen für Kondenswasser sofort persönlich entsorgen …“ entworfen, die mit der Schulleitung diskutiert werden sollte um deren Hygiene-Maßnahme §4 (1) Punkt 4. „Reinigen von Oberflächen“ für den Schulbetrieb zu gewährleisten.
  • Alternative Räumlichkeiten mit eigenem Hygienekonzept
    Diese Option wird erst notwendig werden, wenn ein Spielen innerhalb der Schule langfristig nicht mehr möglich sein wird.

1 Das Hygienekonzept und die darin enthaltenen Maßnahmen nehmen Rücksicht auf die Besonderheiten von Blasinstrumenten und die Infektionsgefahr durch Aerosole. Verlinkungen und Beiträge zu diesem und weiteren Themen auf dieser Seite sind geplant.


Stand 11.05.2020: Ab dem 18.05.2020 soll es weitere Lockerungen der Maßnahmen geben, die über eine NDR-Website einzusehen sind. Was davon offiziell ist und was dafür für das Orchester relevant ist, wurde noch nicht geprüft.


Stand 04.05.2020 : Im §7 Absatz (1) der Landesverordnung S-H heißt es „Zusammenkünfte zur Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sind untersagt. Der Einzelunterricht in Musikschulen ist zulässig.“

  • Satz- und Orchesterproben und Auftritte sind untersagt
    Das schließen wir aus §7 Absatz (1) der Landesverordnung S-H : „Zusammenkünfte zur Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sind untersagt.“ und der Interpretation/Auslegung, dass es sich bei „Zusammenkünfte … in VHS“ und „Proben“ um dasselbe handelt.
  • Einzelunterricht in Musikschulen ist zulässig (Aktualisierung folg / 18.05.2020)
    Einzelunterricht in der Landesverordnung wird nicht nach Bläser und Nicht-Bläser differenziert, was aber auf Grund von Aerosolen, Kondenswasser usw. sinnvoll ist. Da Einzelunterricht bereits wieder durchgeführt werden darf, schlagen wir (Stand 04.05.) folgende „Einzelunterrichts-Maßnahmen“ vor, die von zwei externen Quellen (Bayrischer Rundfunk und Musikhochschule Freiburg) kopiert wurden:

Einzelunterrichts-Maßnahmen für Bläser des Ostsee-Orchesters:

  1. allgemeine Hygiene-Maßnahmen einhalten (gesetzlich verpflichtend)
  2. Abstand zwischen Lehrer und Schüler: 3 bis 5 Meter (Orchester verpflichtend)
  3. regelmäßig und gründlich lüften (Orchester verpflichtend)
  4. Unterlagen für Kondenswasser sofort persönlich entsorgen und danach den Boden reinigen und Hände waschen (Orchester verpflichtend)

  5. Plastiktrennwände aufstellen (freiwillig)
  6. Lehrende könnten Masken tragen (freiwillig)

Maßnahmen sollen die Wahrscheinlichkeit einer „COVIT-19 Infektion“ verringern. Jede Maßnahme mehr, verringert das Risiko, kann aber die Ansteckung nicht mit 100% Sicherheit vermeiden. Freiwillige Maßnahmen erhöhen vor allen Dingen das subjektive Gefühl von Sicherheit, auch wenn das faktische Risiko dadurch kaum noch verringert werden kann; die freiwilligen Maßnahmen können nach eigenen Absprachen zwischen Schüler und Lehrer abgestimmt werden.

(Ende der Seite – Erweiterungen und Aktualisierungen folgen nach Bedarf)

One thought on “Orchester-Informationen zu SARS-COV-2

  1. Bodo Krause-Traudes

    Corona-Maßnahmen / was macht Sinn
    Corona- Maßnahmen sollen die Wahrscheinlichkeit einer „COVIT-19 Infektion“ mindern. Kann eine Maßnahme die Wahrscheinlichkeit stark verringern, ist sie sinnvoll und anders herum Unsinn, wenn sie die Wahrscheinlichkeit, gegebenenfalls auch in Kombination mit anderen Maßnahmen, sogar erhöht (1). Oft wird auch der Aufwand und/oder die Seiteneffekte der Maßnahme zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit mit herangezogen, wobei diese Kriterien bei den derzeit Milliarden-Investitionen eher in den Hintergrund treten. In der Regel ist es aber leider nicht möglich die Wahrscheinlichkeitsveränderung einer Maßnahme konkret zu bestimmen; insofern kann die Sinnhaftigkeit einer Maßnahme nur schwer zahlenmäßig unterlegt werden und bleibt insofern in einem gewissen Maße subjektiv.
    (1) Ein Beispiel sei hier die von bspw. Montgeomery kritisierte Maskenpflicht zu nennen, die eine höhere Sicherheit suggeriert und dadurch in Folge die Mindestatbstände von 1,5 m Abstand als Maßnahme vernachlässigt und in Folge die Wahrscheinlichkeit eine Infektion seiner Meinungnach sogar erhöht.

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